Die Dorn-Methode

Die Dorn-Methode wurde Mitte der 70er Jahre von Dieter Dorn entwickelt. Sie ist eine sanfte Form der manuellen Therapie. Sowohl Gelenke als auch Wirbel können mit Hilfe der Dorn Methode in die richtige Position gebracht werden. Das besondere an dieser Methode ist, dass dieses „Einrenken“ während einer Bewegung geschieht, die der Patient unter Anleitung ausführt. Beim Einrenken eines Wirbels beispielsweise wird dadurch die muskuläre Schutzspannung umgangen und der Wirbel in seine korrekte Lage zurückgebracht. Die dabei von Patienten ausgeführte Bewegung verhindert außerdem, dass der Wirbel über seine Normalposition hinaus verschoben werden könnte.

Einrenken

Was kann behandelt werden?

Mit der Dorn-Methode können Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden behandelt werden.

Für Patienten welchen Alters ist die Behandlung geeignet?

Mit der Dorn-Methode können eigentlich Patienten jeden Alters behandelt werden, solange keine andern Gründe gegen eine Behandlung sprechen. Selbst Kleinkinder und Säuglinge können mit der Dorn-Methode behandelt werden.

Was spricht gegen eine Behandlung mit der Dorn-Methode?

  • Mit der Dorn-Methode können keine frischen Verletzungen oder Unfälle behandelt werden. Diese müssen zuerst durch ein Röntgenbild abgeklärt werden. Brüche müssen erst verheilt sein.
  • Das Richten von Wirbeln bei Osteoporose-Patienten ist ebenfalls mit der Dorn-Methode nicht möglich Eine vorsichtige Massage nach Breuss, kann aber auch hier oft eine Linderung der Beschwerden bewirken.
  • Bei akuten Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule muss gewartet werden, bis die Entzündung abgeklungen ist.
  • Bereits verwachsene Wirbel bei Patienten mit Morbus Bechterew können nicht gerichtet werden. Auch hier wirkt die Breuss-Massage oft lindernd, alle anderen Gelenke können aber behandelt werden.
  • Bei Patienten die eine Bandscheiber-Operation hatten, darf frühestens 4 Wochen nach der OP an der Wirbelsäule gearbeitet werden.

Wie ist der Ablauf einer Behandlung bzw. einer Behandlungsserie?

Bei einer kompletten Dorn-Behandlung liegt das Augenmerk nie auf nur einem Gelenk oder einem Wirbel. Ziel ist es, den gesamten Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Um gerade stehen zu können ist eine gute Basis notwendig, daher werden zu Beginn der Behandlung die Beinlängen, sowie das Iliosakralgelenk überprüft und gegebenenfalls gerichtet. Leicht kann man sich vorstellen, dass es bei verschiedenen langen Beinen zu einem ungleichen Stand kommt, der sich über das Becken und die Wirbelsäule bis zum Kopf hin fortsetzt. Anschließend erfolgt die Untersuchung der Wirbelsäule. Bei starken muskulären Verspannungen kann vor dem eigentlichen Einrenken der Wirbel noch eine Breuß-Massage vorgeschaltet werden. Sie lockert die Muskulatur nahe der Wirbelsäule soweit, dass die Wirbel leichter in ihre angestammte Position zurückgleiten.

Nach der Behandlung durch den Therapeuten ist eine Mitarbeit des Patienten unerlässlich für den dauerhaften Erfolg. Für den Zeitraum zwischen den Behandlungen bekommt der Patient Übungen, die zu Haus gewissenhaft durchgeführt werden sollten. Je sorgfältiger dies geschieht, desto weniger Behandlungen sind nötig. Oftmals ist bereits nach 2-3 Behandlungen eine deutliche Besserung spürbar.

 

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