Homöopathie

GlobuliDer Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin liegt in der klassischen Homöopathie:

Was ist Homöopathie?

Bereits Hippokrates war bekannt, dass es zwei verschiedene Heilungmöglichkeiten gibt. Entweder man setzt einen gegensätzlichen Reiz (Allopathie), um die Symptome zu beseitigen. (z.B. Minzöl bei verstopfter Nase, um das Sekret zum Fließen zu bringen und die Schleimhäute zum Abschwellen) oder einen ähnlichen Reiz (Homöopathie).

Auf den ersten Blick bewirkt die Allopathie eine schnelle Symptombesserung. In der Regel kehren die Beschwerden aber schnell und verstärkt zurück.

Die Homöopathie arbeitet nach der Ähnlichkeitsregel

Similia similibus currentur: Ähnliches heile Ähnliches

Der deutsche Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann widmete der methodischen Erforschung und Verbesserung dieses Heilungsprinzipes sein ganzes Leben.

Viele kennen das Ähnlichkeitsprinzip bereits aus der Wassertherapie nach Kneipp.
Kalte Füße beipielsweise werden durch kaltes Wasser therapiert. Auf einen ersten ähnlichen Kältereiz erfolgt eine körperliche Zweitreaktion, in diesem Fall die verstärkte Durchblutung und Erwärmung der Füße. Die eigentliche Heilreaktion erfolgt also durch den Körper selbst.
Auch in der Homöopathie nach Hahnemann wird ein ähnlicher Reiz gesetzt.

Dazu ein Beispiel:

Kaffee wird häufig getrunken, wenn man müde oder erschöpft ist, denn erst einmal wirkt er anregend, sobald aber die anregende Wirkung des Kaffees nachlässt, wird man in der Folge häufig sehr müde (Zweitreaktion). Homöopathisch wird der Kaffee deshalb bei Zuständen eingesetzt, die dem von zuviel Kaffeegenuss ähneln, wie z.B. Herzrasen und Aufgeregtheit. Der Kaffee setzt nun einen ähnlichen, anregenden Reiz und in der Folge reagiert der Körper mit einer Beruhigung, die in diesem Falle erwünscht ist.

Warum sind homöopathische Mittel potenziert?

Nun kann man sich leicht vorstellen, dass ein ähnlicher Reiz, wie z.B. Kaffeegenuss bei Aufregung, den ursprünglichen Zustand noch verschlimmert. Aus diesem Grunde hat Hahnemann umfangreiche Experimente vorgenommen, mit dem Ziel, die ähnliche Erstwirkung seiner Arznei zu minimieren und die körperliche Reaktion darauf zu optimieren.
Die Erstwirkung seiner Arznei (z.B. anregende Wirkung von Kaffee) hat er dadurch minimiert, dass er die Arznei stark verdünnte, um aber die erwünschte körperliche Reaktion zu erhalten bzw. noch zu verbessern, hat er die Arznei bei jedem Verdünnungsschritt kräftig geschüttelt. Er nannte dies „Potenzieren“. Je stärker eine Substanz potenziert ist, desto weniger Ursprungssubstanz ist noch enthalten und desto stärker ist die körperliche Reaktion, die diese Arznei auslöst.
Aus diesem Grund sollte man Hochpotenzen gerade bei schwerkranken oder schwachen Patienten nur mit Vorsicht einsetzen, um ihre Kräfte nicht zu überfordern.

Wieso wirken Hochpotenzen, obwohl kein Teilchen der Ausgangssubstanz mehr enthalten ist?

Der genaue Wirkungsmechanismus der Homöopathie ist bisher nicht geklärt. Man nimmt an, das Hochpotenzen energetisch und nicht chemisch wirken.
Diese energetische Information wurde durch die Verschüttelung oder Verreibung auf den Trägerstoff übertragen und wirkt so schließlich auf die Lebenskraft des Patienten, die ebenfalls energetisch ist.
Vergleichbar ist dies mit dem Zerlegen einer Schallplatte oder CD – auch hier findet man nur den Kunststoff, nicht aber die Musik. Auch per Funk oder Handy werden nur Signale übertragen, nicht aber die Substanz, benötigt werden lediglich Sender und Empfänger.

SonnenhutDie Homöopathie wirkt ganzheitlich

Aus der Sicht der Homöopathie gibt es kein isoliertes Krankheitsgeschehen, sondern alles hängt zusammen. So sind Viren und Bakterien zwar die Verursacher einer bestimmten Krankheit – ob und wie ein Mensch erkrankt, ist aber individuell verschieden.
So sind manche Menschen besonders anfällig für Erkältungskrankheiten, andere für Gelenkbeschwerden und wieder andere bekommen schnell eine Blasenentzündung. Auch sind die Lebensumstände entscheidend, ob man erkrankt. Steht man beispielsweise bereits seit Wochen unter starkem Streß oder hat Kummer, ist man anfälliger für Erkrankungen als sonst. Auch reagiert jeder Mensch anders bei einer Erkrankung als andere. Manche möchten sich ins Bett legen und schlafen, andere wandern ruhelos von Zimmer zu Zimmer.
Hahnemann prägt dafür den Begriff der Lebenskraft, vergleichbar mit dem Chi aus der chinesischen Medizin. So ist es vom Zustand unserer Lebenskraft abhängig, ob und wie wir erkranken.

Da jeder Mensch verschieden ist und individuell auf eine Erkrankung reagiert, wird in der Homöopathie nicht die Erkrankung behandelt, sondern immer der erkrankte Mensch.
Dies ist auch der Grund, warum eine klassisch homöopathische Behandlung sehr aufwendig ist. Um wirklich das individuell passende Mittel für einen Patienten zu finden, ist eine sehr umfangreiche, einfühlsame Befragung und Untersuchung notwendig.

Was kann man homöopathisch behandeln?

Da die Homöopathie eine ganzheitliche Methode ist und immer der Mensch behandelt wird und nicht die Krankheit, kann man prinzipiell alles homöopathisch behandeln. Neben akuten Erkrankungen sind das vor allem chronische Krankheitszustände, wie zum Beispiel rezidivierende Erkrankungen. Also Erkrankungen, die sehr häufig wiederkehren, wie z.B. Mittelohrentzündungen oder Erkältungen.
Auch Allergien, Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis lassen sich gut homöopathisch behandeln. Allerdings dauert die Behandlung chronischer Zustände natürlich viel länger als die akuter Erkrankungen.
Im geistig seelischen Bereich hilft die Homöopathie Erwachsenen und Kindern so zu werden, wie sie sein können. Sie kommt u.a. bei ausgeprägter Aggressivität, Hyperaktivität, übertriebener Ängstlichkeit und Entwicklungsrückständen von Kindern zum Einsatz.
Dabei werden die Kinder aber nicht völlig in ihrem Wesen verändert oder gar ruhig gestellt, sondern die Veränderungen gehen ganz sanft vor sich. Das wütende Kind beispielsweise wird immer noch wütend aber beruhigt sich viel schneller wieder, das schüchterne Kind wird offener und Ängste verschwinden. Die wesentlichen Charaktereigenschaften verändern sich dabei aber nicht. Das schüchterne Kind behält seine Sensibilität und sein Einfühlungsvermögen und der Rabauke behält seine Durchsetzungskraft.

Kann man sich selbst behandeln?

Das Bedürfnis, sich und seine Familie gerade in akuten Fällen selbst zu behandeln und auf schulmedizinische Medikamente zu verzichten, wird immer größer.
Die Behandlung vertrauter Personen ist allerdings immer schwierig, da man nicht den nötigen Abstand hat, Symptome und den Fallverlauf richtig zu beurteilen. Selbst Homöopathen behandeln sich und ihre Familie nur selten selbst.
In leichten akuten Fällen ist eine Selbstbehandlung möglich, wenn man über einige Vorkenntnisse verfügt, die man sich z.B. in Kursen für Laien an Volkshochschulen oder Homöopathieschulen aneignen kann.
Chronische oder rezidivierende Erkrankungen sollte man allerdings vom klassischen Homöopathen behandeln lassen

Was bedeutet „Klassisch“?

Schon zu Hahnemanns Zeiten gab es die Tendenz, die aufwendige Befragung und Untersuchung des Patienten, die nötig ist, um das individuell passende Arzneimittel zu finden, zu vereinfachen.
Das ist in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht anders geworden. Im Gegenteil. Man möchte möglichst schnell zum richtigen Mittel kommen und möglichst schnell Erfolge sehen.
Aus diesem Grund wurden Komplexmittel erfunden, die nach dem Schrotschussprinzip wirken, eines der Mittel wird schon passen. Auch die Verordnung nach Typen oder rein klinischen Gesichtspunkten ist häufig nur oberflächlich und führt nur zu einer Symptombesserung, aber nicht zu einer tiefgehenden Heilung. Klassische Homöopathie bedeutet, den ganzen Menschen in seiner Individualität zu erfassen, aufgrund seiner Symptome ein einziges Mittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip zu verordnen und die Wirkung dieses Mittels abzuwarten, bevor das Mittel wiederholt gegeben oder gewechselt wird.

Homöopathie

Eine kleine Schlussbemerkung

Eine Arznei ist nur dann homöopathisch, wenn sie aufgrund des Ähnlichkeitsprinzipes ausgewählt wurde. Die Potenzierung dient lediglich der verbesserten Wirkung. Obwohl die Potenzierung von Hahnemann entwickelt wurde, sind heute viele Mittel auf dem Markt, die zwar potenziert sind, aber nicht nach dem Ähnlichkeitsprinzip verordnet werden und somit auch nichts mit der Homöopathie zu tun haben.

 

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